Bandgeschichte

Gegründet wurde Massiv in Mensch bereits 1993 von Daniel Logemann und Mirco Osterthun, damals noch unter einem anderen Projektnamen. Noch zu Zeiten der im Eigenvertrieb erschienenen DJ Promo förderte der ehemalige Radio ffn-Moderator Ecki Stieg die Band. Das Debüt "Belastendes Material" (2000) wurde durch "Wire Productions" veröffentlicht, die Nachfolgealben bis 2012 beim kanadischen Label "Artoffact Records". Viele Veröffentlichungen von Massiv in Mensch konnten sich in den Deutschen Alternative Charts (DAC) und in den GEWC platzieren. Die Texte von Massiv in Mensch sind oftmals in deutscher Sprache gehalten. Zudem erkennt man häufig eine sehr humoreske, selbstironische Ader, die einerseits polarisiert, andererseits eine erfrischende Abwechslung im Gemengelage der sogenannten "schwarzen Szene" bietet. Oder wie Ecki Stieg es formulierte: "Massiv in Mensch besitzen Qualitäten und Tugenden, die in der Szene leider nicht mehr besonders populär sind: Witz und Ironie. Ihre plakativen, recht comicartigen Texte erinnern in ihren besten Momenten gar an große Zyniker wie Tommi Stumpff. Trotz ihrer oftmals deutschen Lyrik ist die Band vor allen Dingen in Nordamerika sehr beliebt. Mit Songs wie "Offensivschock", "Mein letztes Bonbon", "Supermassive Gravity" oder "Pop Corn" gelangen der Band  Szenehits.

Das musikalische Spektrum von Massiv in Mensch ist breit gefächert. Während ihrer langen Schaffensphase wollten (und konnten) sie noch nie auf einen Stil fixiert werden. So war das Debütalbum noch sehr von der Electronic Body Music geprägt. In den Folgejahren war die Musik eher im Bereich Techno & Trance anzusiedeln. Mittlerweile sind die Titel von Massiv in Mensch weitaus komplexer, songorientierter und auch textlich hat die Band deutlich an Reife gewonnen. "Der passende Sound für den passenden Song" - so bezeichnen es Massiv in Mensch selbst und folgerichtig will man sich auch in Zukunft nicht auf eine Kategorie wie "Dark Rave" oder "Future-Pop" festlegen. Ihr Sound beeinflusst auch andere Bands und Künstler. Bemerkbar z.B. in der Tatsache, dass sich die Band Menschdefekt nach dem gleichnamigen Massiv in Mensch-Album benannte.

Nach zunächst eher regionaler Livepräsenz war die Band bereits drei Mal auf dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig (2000, 2005, 2012)  oder im Jahr 2000 auf dem Eurorock-Festival in Belgien vertreten. Hier spielte die Band u.a. zusammen mit namhaften Künstlern wie Marc Almond, Alphaville, Oomph! oder Apoptygma Berzerk. Ein Liveauftritt ganz besonderer Art fand am 6. November 2011 statt. Im Rahmen der Veranstaltung "Kunst hinter Gittern" spielten Massiv in Mensch in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg. Es folgten Clubauftritte u.a. mit Leaether Strip und Steril. Im Jahr 2016 feierte die Band auf dem Resistanz-Festival in Sheffield ihr UK-Debüt.

Zahlreiche Remixe für Bands der Elektronikszene sind ein weiteres Markenzeichen von Massiv in Mensch. Die Liste umfasst u.a. Lord of the Lost, Welle:Erdball, Lights of Euphoria, T.O.Y., Psyche, Kontrast oder das Deine Lakaien-Nebenprojekt Helium Vola.

Auch Kooperationen mit anderen Bands und Künstlern sind bei Massiv in Mensch oft anzutreffen. So war die ehemalige Sängerin Anna-Maria Straatmann im Jahr 2006 Gastsängerin für Heimataerde auf deren Maxi "Unter der Linden". Sven Enzelmann (ehemals Philtron) lieh seine Stimme für die U2-Coverversion des Titels "Sunday, Bloody Sunday". 2008 erschien der Titel "Supermassive Gravity"  in Zusammenarbeit mit der österreichischen Band mind.in.a.box als digitale Single und auf der Compilation"Advanced Electronics Vol. 6". Weitere Bands und Künstler, mit denen Massiv in Mensch zusammengearbeitet haben sind Endanger, Melotron, Sebastian Komor oder Hertzinfarkt.

Sehr bemerkenswert ist auch die enge Kooperation der Band mit dem Schauspieler und Synchronsprecher Reiner Schöne (u.a. "Transformers", "Star Wars" oder "Fluch der Karibik"), der auf "Niemand weiß, was die Zukunft bringt" und "The Cortex Zero Effect" jeweils das Intro spricht.

Mit der Veröffentlichung ihres Albums "The Cortex Zero Effect" (09/2013) erschien zum ersten Mal auch eine limitierte Box, welche neben dem Album noch "Hands on Massiv - The Remixes Vol. III" und "Dark Rave 2013" als Vinyl-Single enthält.

Für das Frühjahr 2017 kündigen Massiv in Mensch ein neues Album namens "Am Port der guten Hoffnung" an. Hierfür arbeiten sie wieder mit einigen Gastmusikern wie Sprecher Reiner Schöne und Sängerin Sara Peel zusammen. Das Album wird zudem erstmals auf dem schwedischen Label "Katyusha Records" veröffentlicht.

Aktuelle Bandmitglieder

Daniel Logemann - Gesang, Produktion, Arrangement, Texte
Muck Kemmereit - Drums
Marwin Voß - Bass
Jonathan Millat - Gitarre
Thomas Rauchenecker - Keyboard
Tomas Appelhoff - Studiogesang, Mastering & Produktion